Selbstreflexion

Journaling im Herbst: 15 Fragen zum Innehalten und Sortieren

30. August 2026

Herbstblätter, Kaffee und ein Journalingbuch für Journaling-Fragen im Herbst

Zwischen Sommer und Herbst liegt für mich eine schöne Dazwischen-Zeit: 15 Journaling-Fragen, um auf die letzten Monate zurückzuschauen und zu überlegen, was du mitnehmen und was du vielleicht anders machen möchtest.

Der Sommer wird bei mir im Garten leiser. Die Hibiskusbäume verlieren ihre letzten Blüten, die Hortensien werden welker und abends brauche ich wieder meine Weste, wenn ich mit Theo, unserem Pudel, noch am Gartenteich sitze.

Genau in diesen Wochen merke ich jedes Jahr: Der Herbst macht den Alltag nicht automatisch ruhiger. Aber er kann ein guter Zeitpunkt sein, einmal hinzuschauen: Was möchte ich aus den letzten Monaten mitnehmen, was beschäftigt mich noch und was soll in den nächsten Wochen mehr Raum bekommen?

Anders als der große Rückblick zum Jahreswechsel geht es hier nicht um das ganze Jahr. Nur um die letzten Monate, und um einen bewussteren Blick auf das, was jetzt vor dir liegt.

Ich mag genau diese Übergänge im Jahr, weil sie meinen Blick verändern. Dinge, die im Alltag einfach mitlaufen, werden plötzlich wieder sichtbarer. Ich muss nichts abschließen und keinen neuen Plan machen. Ich kann einfach schauen: Was war in den letzten Monaten eigentlich los? Was möchte ich davon mitnehmen? Und was möchte ich in den nächsten Wochen vielleicht anders machen?

Wenn du Journaling gerade erst für dich entdeckst, findest du in meinem Artikel „Journaling ab 40“ meinen persönlichen Einstieg und ein einfaches Ritual zum Anfangen.


Rückblick auf die vergangenen Monate

  1. Was hat mir in den letzten Sommermonaten besonders gutgetan?
  2. Was ist anders gekommen, als ich gedacht hatte?
  3. Was habe ich über mich selbst bemerkt?
  4. Was hat überraschend viel Raum eingenommen?
  5. Was möchte ich aus dem Sommer mitnehmen?

Was passt gerade nicht mehr so richtig

  1. Was fühlt sich im Moment unnötig schwer an?
  2. Womit verbringe ich Zeit, obwohl es mir eigentlich nicht wichtig ist?
  3. Was schiebe ich schon länger vor mir her?
  4. Wo sage ich häufiger Ja, als ich möchte?
  5. Was möchte ich nicht einfach bis zum Jahresende weiterschleppen?

Was darf im Herbst mehr Raum bekommen

  1. Was würde meinen Alltag in den nächsten Wochen angenehmer machen?
  2. Wofür möchte ich mir bewusst Zeit nehmen?
  3. Mit wem möchte ich in den nächsten Wochen bewusster Zeit verbringen?
  4. Was möchte ich bis zum Jahresende nicht erreichen, sondern erleben?
  5. Wie möchte ich mich in meinem Alltag wieder mehr mitdenken?

Du musst daraus weder Ziele noch einen Herbstplan machen. Eine Frage kann reichen.

Lesetipp: Wenn du lieber mit einer größeren Auswahl arbeitest oder das ganze Jahr über journalst, findest du in „30 Journaling-Fragen für mehr Klarheit im Alltag“ weitere Fragen für den Alltag.

Eigentlich wollte ich … Warum du im Alltag oft anders handelst, als du möchtest.

Du weißt eigentlich, was dir wichtig ist. Und trotzdem entscheidest du im Alltag manchmal ganz anders.

Dieses 30-Minuten-Workbook hilft dir dabei, genauer hinzuschauen: Was ist passiert? Was hättest du eigentlich gewollt? Und was war dir in diesem Moment wichtig?

30 Minuten, um besser zu verstehen, warum du manchmal anders handelst, als du eigentlich möchtest.

Mockup Eigentlich wollte ich

Häufige Fragen zum Herbst-Journaling

Muss ich alle 15 Fragen beantworten?

Nein. Wähl die Gruppe oder die einzelne Frage, die dich gerade anspricht. Manche beantwortest du in wenigen Minuten, bei anderen reicht es, sie ein paar Tage mitzunehmen.

Wie unterscheidet sich dieser Artikel von den 30 Journaling-Fragen?

Die 30 Fragen sind für den Alltag gedacht, unabhängig von der Jahreszeit. Diese 15 Fragen sind bewusst auf diesen einen Moment im Jahr zugeschnitten: den Übergang vom Sommer in den Herbst.

Muss ich das im Herbst machen, oder geht das auch zu anderen Zeiten?

Die Fragen passen zu diesem Übergang besonders gut, weil sich draußen gerade ohnehin etwas verändert. Viele davon kannst du aber auch an einem anderen Übergang oder ruhigeren Punkt im Jahr verwenden.

Was, wenn ich beim Rückblick merke, dass die letzten Monate anstrengend waren?

Dann muss daraus nicht sofort etwas Positives werden. Ein Rückblick kann auch einfach festhalten, dass die vergangenen Monate anstrengend waren. Die Fragen sind nicht dazu gedacht, daraus im Nachhinein eine schöne Geschichte zu machen.


Wenn du den Herbst nicht nur schreibend, sondern auch mit kleinen Veränderungen im Alltag begrüßen möchtest, findest du hier meine Herbstrituale für mehr Ruhe und Achtsamkeit.


Fazit

Der Herbst bringt nicht automatisch mehr Ruhe in deinen Alltag. Aber er kann ein guter Anlass sein, kurz innezuhalten, bevor die nächsten Monate schon wieder voll werden.

✦ Du musst nicht alles sortiert haben, bevor der Herbst beginnt. Eine ehrliche Frage reicht als Anfang.


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Deine Kerstin