Du suchst nach deinen persönlichen Werten, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Diese Werte Liste gibt dir Orientierung – und hilft dir, deinen inneren Kompass neu auszurichten.
Persönliche Werte zu kennen ist keine nette Selbstoptimierungs-Übung. Es ist der Unterschied zwischen einem Leben, das sich nach dir anfühlt und einem, das sich anfühlt wie das Leben von jemand anderem.
Viele Frauen merken erst durch eine Werte Liste wie diese, was ihnen wirklich wichtig ist. Nicht was sie antworten würden, wenn jemand fragt. Sondern was ihr Herz lauter schlagen lässt.
Lies die Liste langsam durch. Mach dir Notizen. Unterstreiche. Und hör auf das, was in dir reagiert – nicht auf das, was du haben solltest.
Wie du diese Werte Liste nutzt
Es gibt keine Regeln. Aber eine Empfehlung: Lies nicht einfach durch. Scanne zuerst die ganzen 50 Werte. Dann geh nochmal durch und markiere alles, was in dir etwas auslöst – Zustimmung, Sehnsucht, ein leises Ja.
Am Ende wählst du deine 3 bis 5 Kernwerte. Das sind die, die sich nicht nur richtig anfühlen – sondern die dich beschreiben, wenn du wirklich du selbst bist.
Das Problem ist nicht, dass du keine Werte hättest. Das Problem ist, dass du sie noch nie klar benannt hast.
50 persönliche Werte im Überblick
Werte rund um Freiheit und Selbstbestimmung
Freiheit: Selbst bestimmen, wie du lebst, arbeitest und entscheidest – ohne dich rechtfertigen zu müssen.
Autonomie: Unabhängig denken und handeln. Dein Leben nach deinen eigenen Maßstäben gestalten.
Selbstbestimmung: Du entscheidest. Nicht dein Umfeld, nicht Erwartungen, nicht alte Muster.
Unabhängigkeit: Finanziell, emotional und gedanklich auf eigenen Beinen stehen.
Offenheit: Neues zulassen. Veränderung als Chance sehen, nicht als Bedrohung.
Werte rund um Authentizität und Ehrlichkeit
Ehrlichkeit: Mit dir selbst und anderen klar und aufrichtig sein – auch wenn es unbequem ist.
Authentizität: So leben, wie du wirklich bist. Nicht so, wie du glaubst sein zu müssen.
Integrität: Deine Werte auch dann leben, wenn niemand zuschaut.
Transparenz: Klar kommunizieren, was du denkst, fühlst und brauchst.
Aufrichtigkeit: Keine Masken. Keine gespielten Rollen. Einfach du.
Werte rund um Wachstum und Entwicklung
Wachstum: Immer ein bisschen mehr du werden. Nicht stehen bleiben, wenn sich Entwicklung zeigt.
Neugier: Die Welt, andere Menschen – und vor allem dich selbst – mit echtem Interesse entdecken.
Lernen: Wissen nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug für ein tieferes Verständnis.
Mut: Handeln, auch wenn du Angst hast. Entscheiden, auch wenn du unsicher bist.
Kreativität: Eigene Ideen, eigene Wege, eigene Ausdrücke. Nicht Schablonen folgen.
Werte rund um Verbindung und Beziehung
Verbindung: Echte, tiefe Beziehungen.
Zugehörigkeit: Das Gefühl, wirklich gesehen und angenommen zu werden – als du selbst.
Empathie: Andere fühlen und verstehen, ohne dich dabei selbst zu verlieren.
Liebe: Geben und empfangen – in Beziehungen, in der Familie, zu dir selbst.
Gemeinschaft: Gemeinsam mehr sein als alleine. Geteilte Werte, getragene Verantwortung.
Werte rund um Sinn und Zweck
Sinn: Das Gefühl, dass dein Tun einen Unterschied macht – für dich und andere.
Zweck: Wissen, wofür du morgens aufstehst. Nicht was du tust, sondern warum.
Beitrag: Etwas zurückgeben. Teil von etwas Größerem sein.
Wirkung: Spuren hinterlassen. Dinge bewegen. Nicht einfach nur dabei sein.
Berufung: Das tun, wozu du wirklich da bist – jenseits von Erwartungen und Titeln.
Werte rund um Klarheit und Struktur
Klarheit: Wissen, wer du bist, was du willst und wohin du gehst. Kein Nebel, keine Ausreden.
Orientierung: Einen inneren Kompass haben, der dich leitet – auch wenn außen alles wackelt.
Ordnung: Strukturen, die dir Raum geben – dich nicht einengen, sondern befreien.
Fokus: Das Wesentliche vom Unwichtigen trennen. Energie gezielt einsetzen.
Entschlossenheit: Entscheidungen treffen und dazu stehen. Auch wenn es unbequem wird.
Werte rund um Gesundheit und Energie
Gesundheit: Körper und Geist als Grundlage für alles andere sehen – nicht als Selbstverständlichkeit.
Vitalität: Lebendig sein. Nicht nur funktionieren, sondern wirklich da sein.
Balance: Geben und nehmen. Aktivität und Ruhe. Außen und innen. Im Gleichgewicht.
Selbstfürsorge: Sich selbst mit derselben Sorgfalt behandeln wie die Menschen, die dir wichtig sind.
Ruhe: Stille als Quelle, nicht als Leere. Innere Ruhe auch, wenn im Außen Chaos herrscht.
Werte rund um Leistung und Erfolg
Exzellenz: Das Beste aus dem machen, was du tust – nicht aus Perfektionismus, sondern aus Stolz.
Leistung: Ergebnisse erzielen, die sich anfühlen wie du – nicht wie das, was andere erwarten.
Ambition: Größer denken als komfortabel. Ziele setzen, die dich ein bisschen einschüchtern.
Disziplin: Tun, was du dir vorgenommen hast – auch wenn die Motivation fehlt.
Verlässlichkeit: Für andere da sein. Aber auch: auf dich selbst zählen können.
Werte rund um Tiefe und Spiritualität
Tiefe: Nicht an der Oberfläche bleiben – in Gesprächen, in Beziehungen, in dir selbst.
Stille: Raum für das, was ist. Ohne Ablenkung.
Dankbarkeit: Sehen, was da ist. Nicht nur, was fehlt.
Glaube: An etwas glauben, das größer ist als du selbst – wie auch immer du das definierst.
Achtsamkeit: Im Moment sein. Nicht im Gestern oder Morgen, sondern genau hier.
Werte rund um Freude und Lebendigkeit
Freude: Momente, in denen du vergisst, die Zeit zu checken.
Leichtigkeit: Das Leben nicht schwerer machen als es ist. Loslassen können.
Abenteuer: Neues wagen. Unbekanntes betreten. Das Leben nicht nur verwalten.
Genuss: Schönes bewusst erleben. Nicht nur durchhalten, sondern genießen.
Lebendigkeit: Das Gefühl: Ich lebe wirklich. Nicht nur, ich überlebe gerade.
Mein persönlicher 08/15-Moment mit dieser Liste
Als ich zum ersten Mal eine solche Werte-Liste durchgegangen bin, habe ich gedacht: Das ist ja eigentlich ganz klar. Ich weiß, was mir wichtig ist.
Und dann habe ich mein Leben daneben gehalten.
Und gemerkt: Ich habe jahrelang Werte gelebt, die gar nicht meine waren. Verlässlichkeit, zum Beispiel. Für alle da sein. Immer. Sofort.
Das war nicht mein Wert. Das war eine Erwartung, die ich irgendwann als meine eigene übernommen hatte.
Meine echten Werte – Sinn, Unabhängigkeit, Wachstum – die hatten in meinem Alltag kaum Platz. Kein Wunder, dass ich mich so leer gefühlt habe.
Das glaubt mir keiner. Aber manchmal reicht es, eine Liste langsam durchzulesen, um zu sehen, wo man sich selbst verloren hat.
Du musst nicht alle 50 lieben. Du musst nur die 3 bis 5 finden, bei denen du denkst: Ja. Genau das. Das bin ich.
Die eine Frage hinter jeder Werte-Liste
Nicht: Was ist mir wichtig?
Sondern: Lebe ich das wirklich – oder rede ich mir nur ein, dass es so ist?
Das ist der Unterschied zwischen einer Liste, die du einmal durchliest und vergisst – und einer, die etwas in dir bewegt.
Und jetzt? So geht es weiter
Eine Werte-Liste ist ein Anfang. Es gibt noch viele weitere Werte. Aber sie verändert nichts, solange du sie nur liest.
Der nächste Schritt ist zu verstehen, wie oft du täglich gegen deine Werte entscheidest – ohne es zu merken. Nicht aus Bösartigkeit. Sondern weil du es so gelernt hast.
Genau das zeigt dir mein Selbsttest.

Finde heraus, wie oft du täglich gegen dich entscheidest.
Fazit: Werte sind keine Theorie
Sie sind der Unterschied zwischen einem Leben im Autopilot und einem Leben, das sich nach dir anfühlt.
Viele Frauen ab 40 wissen intuitiv, was ihnen wichtig ist. Sie haben es nur nie klar benannt. Und deshalb immer wieder Entscheidungen getroffen, die sich nicht stimmig anfühlen.
Diese Liste ist eine Einladung. Keine Aufgabe, kein Test. Nur ein ehrlicher Spiegel.
Der erste Schritt zu einem Leben, das sich nach dir anfühlt, ist oft nicht eine große Veränderung. Es ist ein einziges Wort, das dich beschreibt – wenn du wirklich du selbst bist.
Deine Kerstin
Passende Artikel:
Werte finden: Wie du herausfindest, was dir wirklich wichtig ist







