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Selbstfürsorge im Sommer: Warum Frauen ab 40 sich selbst immer wieder streichen (und wie du damit aufhörst)
Kennst du das? Der Sommer kommt, alle reden von Freiheit, Leichtigkeit, Zeit für sich – und du schaust auf deinen Kalender und fragst dich, wann da eigentlich Platz für dich sein soll. Zwischen Familienplänen, Freundesterminen, Haushalts-Rückständen und dem schlechten Gewissen, das du so gut kennst, dass es sich schon wie ein alter Freund anfühlt.
✦ Du streichst dich selbst. Und du merkst es nicht mal mehr. ✦
Das ist kein Vorwurf. Das ist eine Beobachtung. Und sie trifft so viele Frauen ab 40, dass es mich jedes Mal aufs Neue überrascht, wie tief dieses Muster sitzt.
Sommerzeit sollte Ich-Zeit sein. Wäre das nicht, wenn man sich das mal ehrlich überlegt, ein absolutes Geschenk? Mehr Licht, mehr Wärme, mehr Möglichkeiten. Und trotzdem ist der Sommer für viele Frauen vor allem eines: noch mehr Verantwortung. Weil alle zu Hause sind. Weil Freizeitgestaltung auch irgendwie organisiert werden muss. Weil es ja allen gut gehen soll.
Nur dir selbst – das kommt irgendwie immer zuletzt.
Ich möchte heute mit dir darüber reden. Ehrlich, direkt, ohne Yoga-Klischees. Was es wirklich bedeutet, Selbstfürsorge zu leben. Wie du dir im Sommer echte Zeit für dich nimmst – ohne schlechtes Gewissen. Und warum das kein Luxus ist, sondern Notwendigkeit.
Warum du dich jedes Jahr wieder selbst vergisst und es trotzdem nicht änderst
Lass mich direkt sein:
Das liegt meistens nicht daran, dass du zu wenig Disziplin hast. Oder deinen Alltag schlecht organisierst.
Viele Frauen haben einfach sehr früh gelernt, dass zuerst alle anderen wichtig sind. Und irgendwann wird daraus ein Automatismus.
Du bist vielleicht großartig darin:
▪️ Verantwortung zu übernehmen
▪️ mitzudenken
▪️ zu organisieren
▪️ für andere da zu sein
Aber sobald es um dich selbst geht, meldet sich innerlich sofort etwas wie:
„Das geht doch jetzt nicht.“
„Ich muss erst noch …“
„Später vielleicht.“
Nur kommt dieses Später oft nie.
Und genau deshalb fühlen sich viele Frauen trotz Sommer irgendwann innerlich leer statt erholt.
Das Selbstfürsorge-Paradox
Das Verrückte ist:
Viele Frauen glauben, sie müssten erst alles schaffen, bevor sie sich Zeit für sich selbst erlauben dürfen.
Aber genau dadurch verlieren sie langfristig Energie, Kreativität und innere Ruhe.
Selbstfürsorge ist kein Luxus.
Sie ist die Grundlage dafür, überhaupt dauerhaft präsent sein zu können.
Mit leerem Tank fährt kein Auto besonders weit. Das versteht jeder. Und trotzdem behandeln viele Frauen sich selbst genau so.
Viele Frauen wissen längst, was ihnen wichtig ist.
Sie entscheiden nur trotzdem oft anders.
Im Entscheidungs-Check erkennst du, welche Muster deine Entscheidungen im Alltag oft unbewusst steuern.
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Mein persönlicher 08/15-Moment – oder als ich begriffen habe, was „Zeit für mich“ wirklich bedeutet
Ich habe in meinem E-Book „Die 0815-Frau“ über viele Wendepunkte in meinem Leben geschrieben. Und dieser ist mir besonders im Gedächtnis geblieben.
Es war ein ganz normaler Sommertag. Wirklich nichts Besonderes. Alle waren beschäftigt, das Haus war ruhig, und ich hatte – zum ersten Mal seit Wochen – tatsächlich ein paar freie Stunden.
Und weißt du, was ich getan habe? Ich habe meinen Kleiderschrank ausgemistet.
„Ich hatte frei – und ich habe mir selbst den Freizeitplan gestohlen. Weil ich nicht wusste, was ich mit mir anfangen sollte, wenn ich nichts leiste.“
Dieser Satz hat mich damals selbst erschreckt. Diese ernüchternde Erkenntnis: Ich hatte keine Ahnung, was mir Freude macht. Was mich wieder auffüllt. Was ich brauche. Ich hatte jahrelang so sehr funktioniert, dass ich mich selbst nicht mehr kannte.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Diesen seltsamen, leicht unangenehmen Moment, wenn Stille da ist – und du nicht weißt, was du damit anfangen sollst. Das muss kein Problem sein. Vielleicht ist genau das der Anfang.
✦ Zeit für dich zu nehmen ist keine Belohnung. Es ist deine Verantwortung, gut mit dir selbst umzugehen.✦
Was Selbstfürsorge für mich heute wirklich bedeutet – und was nicht
Ich glaube, Selbstfürsorge wird oft komplett falsch dargestellt.
Selbstfürsorge ist nicht:
▪️ die perfekte Morgenroutine
▪️ teure Spa-Tage
▪️ Selbstoptimierung
▪️ 5-Uhr-Yoga-Challenges
▪️ dauerhafte Positivität
Selbstfürsorge bedeutet für mich heute etwas viel Einfacheres:
Zu merken, was du brauchst.
Und dich selbst ernst genug zu nehmen, es dir auch zu geben.
Manchmal ist das:
▪️ ein Spaziergang alleine
▪️ früher schlafen gehen
▪️ ein Nein ohne Erklärung
▪️ 20 Minuten Ruhe auf dem Balkon
▪️ ein ehrliches Gespräch
▪️ einfach mal nichts leisten
Selbstfürsorge IST: zu wissen, was du brauchst. Und es dir zu geben. Auch wenn es unbequem ist. Auch wenn jemand anderes vielleicht wartet. Auch wenn das schlechte Gewissen flüstert. Und das ist manchmal viel schwerer.
Entspannung im Alltag entsteht selten durch mehr Aufwand.
Sondern durch mehr Aufmerksamkeit.
Kleine Dinge, die mir persönlich helfen, wieder bei mir anzukommen

Ich mag keine aggressive Produktempfehlungen. Aber ich weiß auch, dass kleine Rituale manchmal helfen können, bewusster innezuhalten. Deshalb verlinke ich dir einfach ein paar Dinge, die ich selbst gerne nutze oder die mich auf meinem Weg begleitet haben.
Das 6-Minuten-Tagebuch
Gerade wenn man sich selbst im Alltag ständig vergisst, hilft Schreiben oft dabei, wieder bei sich anzukommen.
Ich mag am 6-Minuten-Tagebuch, dass es nicht kompliziert ist. Keine perfekte Morgenroutine. Sondern kleine Fragen, die den Blick wieder mehr auf das eigene Leben lenken.
Das Buch „Meine Reise zu mir selbst“
Dieses Buch hat mich damals in meiner Reha begleitet.
Nicht, weil es mein Leben „verändert“ hat. Sondern weil es mich an vielen Stellen ehrlich nachdenken ließ.
Vielleicht kennst du Bücher, bei denen du plötzlich das Gefühl hast: „Ja, darüber möchte ich gerne nachdenken.“
So war es für mich damit.
Yogi Tee Glückstee
Das klingt banal. Ist es vielleicht auch.
Aber genau solche kleinen Rituale machen für mich oft einen Unterschied. Eine Tasse Tee. Ruhe. Kein Handy. Einfach kurz durchatmen.
Der Glückstee von Yogi Tea gehört inzwischen für mich oft zu solchen kleinen bewussten Momenten.
Mein Meditationskissen für ruhige Momente
Ich sitze unglaublich gerne auf dem Boden. Nicht perfekt meditierend. Einfach ruhig.
Das Gefühl, den Körper wirklich zu spüren, fühlt sich für mich oft stimmiger an als jede komplizierte Methode.
Deshalb mag ich schlichte Yoga- oder Meditationskissen sehr gerne.
Meine kleine „Hier bin ich bei mir“-Ecke
Eine Sache, die ich lange unterschätzt habe: Räume wirken auf uns.
Ich habe inzwischen eine kleine Ecke nur für mich. Mit einer schlichten Dekoschale und ein paar Steinen, die ich mir ausgesucht habe.
Nichts Großes. Aber ein Ort, der mir signalisiert:
Jetzt muss ich gerade nichts leisten.
5 konkrete Wege, wie du den Sommer wieder mehr zu deiner Zeit machst
1. Schreibe eine Sommer-Wishlist nur für dich
Nicht die Familienplanung. Nicht die To-do-Liste.
Sondern:
Deine persönliche Liste. Was möchtest DU diesen Sommer erleben, spüren, ausprobieren?
Kleine Dinge reichen völlig.
Ein Café.
Ein Buch.
Ein Abend alleine auf dem Balkon.
Barfuß laufen.
Sonnenuntergang anschauen.
Schreib es auf.
Mach es sichtbar.
2. Zeit für mich – erkläre dich selbst zur Priorität – einmal pro Woche
Ein fixer Termin pro Woche. Nur für dich.
90 Minuten.
Nicht „wenn noch Zeit bleibt“.
Sondern bewusst geplant.
Das klingt banal. Aber genau dort beginnt oft echte Veränderung:
Wenn du aufhörst, dich selbst nur als Restposten zu behandeln.
3. Finde wieder heraus, was dir gut tut
Viele Frauen wissen das irgendwann gar nicht mehr.
Weil sie so lange nur funktioniert haben.
Deshalb:
Probiere diesen Sommer bewusst neue Dinge aus.
Ohne Druck.
Ohne Ziel.
Nur aus Neugier.
Mach Notizen. Was fühlt sich gut an? Was macht dich leichter? Was willst du wiederholen?
Das ist Selbsterkenntnis. Und Selbsterkenntnis ist meist die Grundlage für echte Selbstfürsorge.
4. Übe ein Nein ohne Rechtfertigung
Das ist echt unbequem – und gleichzeitig mega befreiend.
Ein Nein ist ein vollständiger Satz.
Du musst nicht erklären, warum du dieses Wochenende nicht zum Grillen kommen kannst. Du musst nicht rechtfertigen, warum du heute einfach für dich sein willst. Ein Nein ohne schlechtes Gewissen ist für mich Selbstfürsorge in Reinform. Übe es einmal pro Woche. Einmal einfach Nein sagen – und dabei bleiben.
5. Nutze kleine Anker
Ein bestimmter Tee.
Eine Playlist.
Ein Platz auf dem Balkon.
Ein Spaziergang.
Ein bestimmter Duft.
Kleine Rituale helfen vielen Menschen dabei, bewusster zur Ruhe zu kommen. Ein Anker ist eine kleine Handlung, die dir signalisiert: Jetzt bin ich bei mir. Finde deinen und nutze ihn.
Innere Ruhe im Sommer: Warum diese Jahreszeit die stressigste sein kann
Kaum jemand spricht ehrlich darüber:
Sommer bedeutet für viele Frauen nicht automatisch Entspannung.
Sondern:
▪️ mehr Erwartungen (Urlaub muss schön sein)
▪️ mehr Organisation (Badetag, Sonnenmilch, Wäsche, Picknick)
▪️ mehr soziale Termine (gemeinsame Grillabende)
▪️ mehr Vergleiche (Wohin gehts bei euch im Urlaub? In den Süden?)
▪️ mehr Lautstärke (So gut wie alles spielt sich draußen ab)
Und genau deshalb fühlen sich viele trotz Sonne innerlich unruhig.
Und dabei wäre Sommer doch eigentlich die perfekte Zeit für innere Ruhe. Für Langsamkeit. Für Leichtigkeit. Für Entspannung. Für Selbstfürsorge ohne Ausrede.
Der Unterschied liegt nicht im Sommer. Er liegt in dir. In der Erlaubnis, die du dir gibst – oder eben nicht gibst.
Du bist nicht zu beschäftigt dafür. Du bist nur noch nicht geübt darin.
Der Unterschied liegt oft nicht im Außen. Sondern darin, ob du dir selbst überhaupt erlaubst, wichtig zu sein.
Wenn du dich tiefer mit dem Thema Selbstführung im Alltag beschäftigen möchtest, findest du hier weitere Gedanken und Artikel dazu:
→ Selbstführung im Alltag für Frauen ab 40
Häufige Fragen rund um Selbstfürsorge und Zeit für mich
Wie viel Zeit für mich ist überhaupt realistisch?
15 Minuten täglich können schon einen Unterschied machen.
Nicht die Perfektion verändert etwas.
Sondern die Regelmäßigkeit.
Warum fühlt sich Selbstfürsorge oft egoistisch an?
Weil viele Frauen gelernt haben, sich über Verantwortung und Funktionieren zu definieren.
Das schlechte Gewissen bedeutet nicht automatisch, dass etwas falsch ist. Oft bedeutet es nur: ungewohnt.
Was ist, wenn ich gar nicht mehr weiß, was mir gut tut?
Dann ist genau das vielleicht deine wichtigste Erkenntnis.
Nicht als Problem. Sondern als Einladung, dich selbst wieder kennenzulernen.
Fazit: Dieser Sommer muss nicht perfekt sein. Aber er darf deiner sein.
Dieser Sommer ist eine Einladung. An dich. Von dir.
Die Einladung, aufzuhören, dich selbst ständig hinten anzustellen. Die Einladung, dich selbst als genauso wichtig zu behandeln wie alle anderen in deinem Leben. Die Einladung, herauszufinden, was du brauchst – und es dir zu geben.
Du musst nicht alles auf einmal verändern. Fang mit einer Sache an. Einem Spaziergang. Einem Morgen nur für dich. Einem Nein, das sich ungewohnt anfühlt.
Viele Frauen warten darauf, dass irgendwann „endlich Ruhe“ einkehrt.
Aber manchmal beginnt Ruhe genau dort, wo du aufhörst, dich selbst ständig zu verschieben.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest:
→ Urlaub ohne innere Unruhe – geht das überhaupt?
→ Eigene Entscheidungen treffen – warum du dich dabei immer wieder selbst übersiehst
→ Bewusster leben ab 40: Warum Funktionieren auf Dauer nicht reicht
Dein nächster Schritt
Wenn du spürst, dass du dich selbst im Alltag oft vergisst, dann schau dir gerne meinen Entscheidungs-Check für 0 EUR an.
Dort erkennst du, welche Muster deine Entscheidungen im Alltag oft unbewusst steuern.
Oder lies in die Leseprobe meines E-Books Die 0815-Frau rein.
Deine Kerstin
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